Dorfen – Am letzten Spieltag vor der Winterpause müssten die Eisenbahner zum Tebellen-12 TSV Dorfen reisen, der TSV steht in der Tabelle schlechter da als man eigentlich ist, gegen die kriselnden Gäste aus Freilassing rechnete man sich also Chance aus im Dorfener Lager. Die Gastgeber begannen das Spiel auch sehr forsch, übernahmen von der ersten Minute an das Kommando und kamen in der 4 Spielminute schon zu der ersten guten Möglichkeit, doch Thalmaier setzte seinen Schuss von der rechten Seite knapp neben das Gehäuse. Es ging auch in diesen Tempo weiter, der TSV war mutiger, zielstrebiger und aggressiver in der ersten viertel Stunde, als die Eisenbahner dann langsam ins Spiel fanden hatten die Dorfener schon drei gute Möglichkeit zur Führung auf der haben Seite.
Jetzt entwickelte sich so langsam eine relativ ansehnliche Partie, wobei die Freilassinger weiterhin das Feld dem gastgebenden TSV Dorfen überließen und aus einer stabilen Defensive heraus versuchten Nadelstiche zusetzen. Zuerst noch, wie in der Vorwoche gegen SC Baldham, ohne durchschlagenden Erfolg, man lief sich meistens kurz vor dem 16er fest und musste dann aufpassen dass man gegen die schnell umschaltenden Dorfner sich keinen Konter-Gegentor einfängt. In der Schluss-Viertel-Stunde der ersten Hälfte kamen dann auch die Eisenbahner zu ihren bis dahin zwei einzigen Chancen, erst knallt Daniel Leitz einen 15-Meter-Schuss an den Querbalken, den zurückspringenden Ball befördert Amel Omeradzic freistehenden über das Tor. Kurz vor dem Pausenpfiff probiert es Sascha Schimag aus gut 18 Metern mit einem Gewaltschuss, den abgefälschten Ball kann TSV Keeper Alexander Wolf gerade noch zur Ecke klären die dann beim Wolf in den Händen landete. Das war es dann auch schon mit der ersten Hälfte und man fragte sich ob der TSV Dorfen das hohe Tempo das man vorgelegt hatte bis zum Ende halten kann.
Zur Beginn der zweiten Hälfte ging das Spiel erst einmal so weiter, Dorfen war am Drücker allerdings nicht mehr so Temporeich und Zielstrebig. Nach ca. 10 Min kippte dann das Spiel und der Tabellen-Fünfte aus Freilassing übernahm weitestgehend das Kommando und es entwickelte sich zum Teil ein offener Schlagabtausch, wobei die Freilassinger durch den in der Halbzeit eingewechselten Enis Kuka und immer wieder Daniel Leitz bessere Tormöglichkeiten vorfanden. Sowie in der 70 Spielminute als nach einem Schnittstellen-Pass auf Enis Kuka die Dorfener Abseitsfalle nicht klappte und der ESV-Angreifer mutterseelenallein in Richtung TSV-Gehäuse marschierte, war Kuka wahrscheinlich selbst vom Ausbleiben des Abseitspfiffes überrascht sodass er den Ball knapp am Tor vorbei setzte, „ Das war eine 1000% Chance“ meinte Freilassings Sportlicher Leiter Alfons Rehrl nach dieser Aktion. Nur paar Minuten drauf rächte sich fast diese vergeben Kuka-Chance als der TSV zur einer Doppel-Chance kommt, Gerhard Thalmaier wird auf der linken Seite mit einem langen Ball freigespielt kann sich im 16er stark gegen Kristijan Jukic behaupten, findet dann aber in Oliver Hauthaler seinen Meister, der Freilassinger Keeper kann Thalmaier seinen Schuss mit einer starken Fußabwehr klären, den Nachschuss kann dann Tobias Schindler im letzten Moment blocken.
Dann waren die Gäste wieder am Drücker und fanden wieder paar gute Möglichkeiten zur Führung, doch man vergab nur knapp am Tor vorbei oder Alexander Wolf im TSV Kasten war mit den Händen dran. In der Schlussphase ging im Freilassinger-Lager wieder die Angst um, den in den letzten Spielen wenn man Punkte liegen gelassen hat dann passierte es meistens in der Schlussphase. Doch es kam anders, den diesmal waren es die Eisenbahner die in der 87 Spielminute den Lucky-Punch setzten, bei einem Angriff über die rechte Seite spielte Simon Schlosser in der Mitte Sascha Schimag frei, der ESV-6er leitete den Ball kurz vor dem 16er direkt weiter auf die linke Seite zum freistehenden Daniel Leitz, der Freilassinger Wirbelwind hebt die Kugel über den Keeper an die unterkante der Latte von wo der Ball dann hinter der Linie aufschlägt 0:1. Der TSV Dorfen wirft jetzt alles nach vorne doch es läuft nicht mehr viel zusammen, man hat viel investiert und jetzt waren die Kräfte auch am Ende, Freilassinger verteidigten die Führung dann clever und kamen in der 90 Spielminute sogar noch zur einer Chance um die Führung auszubauen, doch die butterweiche Flanke von Matej Kovac köpfte Daniel Leitz deutlich neben das Tor. Nach einer dreiminutiger Nachspielzeit setzte der gut leitende Schiedsrichter Fotios Seimenis dem Treiben ein Ende und pfiff die Begegnung ab.