Freilassing schießt Waldkraiburg noch tiefer in die Krise, Leitz mit Doppelpack in drei Minuten

Erste

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1.9.2019
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Anton Deiter
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Anton Deiter

Freilassing – Nach der Bruckmühler Niederlage im Freitagsspiel gegen FC Aschheim war für den ESV die Marschroute klar, es musste ein Sieg her. Die Eisenbahner dominieren fast das komplette Spiel, in Führung gingen vorerst die Gäste aus Waldkraiburg, doch dann schlug Daniel Leitz, der diesmal von Beginn an ran durfte, zweimal eiskalt zu und brauchte den ESV auf die Siegerstraße. Anfang der zweiten Halbzeit bauten die Gäste nochmal Druck auf, doch der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Dafür auf der anderen Seite, erst schloss Matej Kovac einen Konter erfolgreich ab und 15 Minuten vor Ende legt Denis Krojer per Freistoß nach.

Die Freilassinger machten von Beginnen an klar, wo die Reise an diesem Samstag hingeht, übernahmen gleich die Spielkontrolle und verzeichneten durch Daniel Leitz und Enis Kuka schon die ersten Möglichkeiten. Die Gäste aus Waldkraiburg brauchten ein paar Minuten um ins Spiel zu kommen, doch mit dem Tempo der Gastgeber konnte man trotzdem nicht ganz mitgehen. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit wann der ESV die Führung erzielen würde, allerdings waren es die Gäste aus Waldkraiburg, die, wie aus dem nichts, den ersten Treffer markierten. In der 23. Spielminute konnte sich Alin Ionas durch die Freilassinger Defensive tanken, schloss dann aus spitzem Winkel ab und der Ball schlug im langen Eck ein.

Diese Führung hielt allerdings nicht allzu lange, denn nur knappe 90 Sekunden später fiel der Ausgleich. Nach einer schönen Ballstafette im Mittelfeld wurde kurz vor dem 16er Enis Kuka angespielt, der Angreifer sah, dass Daniel Leitz gestartet war und hob den Ball über die letzte Abwehrreihe genau in den Lauf von Leitz. Dieser durfte nach seiner Verletzung und den Kurzeinsätzen in den letzten Spielen diesmal von Beginn an ran und bereitete der Waldkraiburger-Defensive gehörige Probleme. Bei so einer Gelegenheit lässt er sich nicht zweimal bitten – 1:1. Der nächste Nackenschlag für die Gäste folgte dann nur drei Minuten später und wieder war es Leitz, als der Angreifer sich durchzutanken konnte. Er blieb zunächst an seinem Gegenspieler hängen, setzte aber sofort nach und schloss den aufspringenden Ball mit einem Volleyschuss aus 14 Metern ab – 2:1. Spiel innerhalb von fünf Minuten gedreht. Bis zur Halbzeit änderte sich das Bild nicht mehr, die Heimelf machte weiter Dampf und versuchte das Spiel frühzeitig zu entscheiden, die Gäste gaben sich Mühe sich von diesem Doppelschlag schnell zu erholen und den knappen Rückstand in die Pause zu retten.

Wie schon so oft in dieser noch jungen Saison begannen die Freilassinger die zweite Hälfte etwas schläfrig, so konnten die Waldkraiburger in den ersten zehn Minuten das Spiel an sich reißen und machten mächtig Druck auf die ESV-Abwehr um Andreas Högler – die bis dato beste Defensive der Liga (nur 4 Gegentore) meisterte die paar brenzligen Situationen mit Bravour und so konnte die Offensive wieder Tempo aufnehmen. Enis Kuka, Daniel Leitz und Bruno Kovac vergaben dann beste Möglichkeiten um die Führung auszubauen, so wie in der 58. Spielminute als Bruno Kovac nach Zuspiel von Daniel Leitz ganz frei vor dem leeren Waldkraiburger Tor stand und zu lange zögerte, anstatt den Ball einfach einzuschieben. So musste in der 62. Spielminute ein Außenverteidiger den Angreifern zeigen wie das Tore schießen geht. Matej Kovac zog auf der linken Außenbahn in Richtung VfL-Kasten, spielte eine kurzen Doppelpass, tanzte noch zwei Gegenspieler aus und schloss dann aus 16 Metern eiskalt ab und der Ball schlug im langen Eck ein – 3:1.

Damit war die Partie entschieden, die Freilassinger schalteten einen Gang zurück und die Gäste haben sich allen Anschein nach damit abgefunden, dass hier und heute nichts zu holen sein wird. So konzentrierte sich der VfL auf stabile Abwehrarbeit, um hier nicht komplett unter zugehen. So wechselte sich der Trainer Markus Gibis dann in der 71. Spielminute selbst ein, um dem Ganzen noch mehr Stabilität zu verleihen. Nur fünf Minuten später, in der 76. Minute, fiel dann das 4:1. Nachdem Enis Kuka nur durch ein Foul 18 Meter vor dem Tor gestoppt werden konnte, trat Kapitän Denis Krojer zum Freistoß an und zirkelte den Ball sehenswert über die Mauer in den Winkel. Der VfL-Keeper Domen Bozjek war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber auch nicht mehr verhindern – somit war der Deckel drauf und das Spiel entschieden.

Für den VfL war es die 5. Pleite in Folge in sieben Spielen und so hängt man weiter im Tabellenkeller fest. Nur Dorfen und Teisendorf sind punktemäßig schlechter. Die Freilassinger marschieren weiter, haben nach acht Spieltagen immer noch eine weiße Weste (5 Siege, 2 Unentschieden, 1x spielfrei), stellen die beste Abwehr und den besten Angriff der Bezirksliga Ost mit einem Torverhältnis von 21:4.

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